Com di com com

Com di com com

Premiere: 31. Jänner 2007

 

Diese dritte Arbeit zum Thema „Kunstschaffen als Ensemblearbeit“ führt nunmehr den Probenprozess in einer gestalteten Umsetzung vor Augen. Während in den Arbeiten zu „Erinnerung“ und „Fremdheit“ letztlich kein Ensemble, kein harmonisches Zusammenspiel als Abschluss zustande kommt, führt in „Com die com com“ alles auf dieses Ziel hin. Die Bühne scheint leer zu sein, auf ewig-kindliche Weise spielt jemand mit einem Ball. Der springt immer wieder auf, tomditomtom, comdicomcom.

 

Dann springt er weg, in einen anderen Bereich. Wenn man ihm dorthin folgen will, dann verwehren drei Tiere den Weg: Löwe, Luchs und Wölfin. Diese jaulen, heulen, pfauchen und bellen. Das weckt die Geister. Von da ab spielt das Ensemble die Zustände der Person, die sich immer auf der Achse der Bühne bewegt. Vor und zurück. Immer wieder.

 

Immer wieder bildet sich eine Gruppe und zerfällt wieder. Die Gestalten verteidigen sich gegen die Tiere, werden selber angriffslustig, überwinden sich, verwandeln alle Hindernisse, schreiten gemeinsam durch Fantasielandschaften von tanzenden Säulen und wandernden Prospekten voll von Fabelwesen und finden zuletzt zu einem gemeinsamen freien Tanz, in dem jeder sein Wesen gefunden hat und in das Ensemble einbringt.

Die Bühne ist jetzt ganz frei, der Raum ganz klar. Der gemeinsame Tanz gewinnt an Tempo. Heiterkeit überträgt sich. Da fallen Schüsse.

 

Jetzt, wo alle inneren Hindernisse überwunden sind, kann man erst den äußeren Widerstand erkennen.
Siehe, es geht an dir vorüber, ohne dass du es gewahr wirst, und es verändert sich, ohne dass du es bemerkst. Hiob

 

Idee und Gestaltung: Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits
Kostüme: Ulrike Kaufmann
Bühnenmalerei: Max Kaufmann, Tonio Nodari
Musikmontagen: Erwin Piplits
Licht: Michael Illich

 

Das Ensemble: In Choi, Carlos Delgado Betancourt, Ulrike Kaufmann, Mario Mattiazzo, José Antonio Rey Garcia, Mercedes Vargas Iribar, Miriam Vargas Iribar, Lina Maria Venegas Baracaldo, Ariel Uziga