ImPulsTanz

Zu Gast im Odeon:

 

ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival 2010

15. Juli - 15. August

Information und Karten: 01/523 55 58 • www.ImPulsTanz.com

 


Veranstaltungen im Odeon:

 

 

19. - 22. Juli | 21:00 Uhr

 

Les Ballets de Monte-Carlo / Jean-Christophe Maillot & Liquid Loft | Chris  Haring (MC / AT)

„Daphnis et Chloé“ / „Sacre: The Rite Thing“

Österreichische Erstaufführung

 

DAPHNIS ET CHLOÉ (Jean-Christophe Maillot)

Die berühmten Les Ballets de Monte Carlo in zwei äußerst unterschiedlichen Choreografien: Jean-Christophe Maillots Version des antiken Mythos „Daphnis et Chloé“ zur Musik von Ravel, der diese choreographische Symphonie als eines seiner wichtigsten Werke ansah. Eine zärtliche Liebesgschichte zwischen Teenagern, „prüde aber bebend vor Vergnügen, ein graziles, aber leidenschaftliches Duett, komisch, subtil und intensiv (Libération). Chris Harings Auseinandersetzung mit dem legendären Ballett „Sacre du Printemps“ mündet in eine Pop-Art-Entzauberung im Sinn von Andy Warhol und mit Ready Mades aus vergangenen tänzerischen Bearbeitungen des Stoffs.

Photo 1 ©Les Ballets de Monte Carlo


THE RITE  THING

“Das tiefste Glück des Menschen besteht darin, dass er geopfert wird”  E. Jünger

Seit fast einem Jahrhundert wird auf internationalen Tanzbühnen immer wieder jenes Ritual vollzogen, das unweigerlich in den Tod führt und trotzdem von jedem/er Solisten/in getanzt werden will. Der Preis ist hoch, denn der oder die Auserwählte wird dabei geopfert bzw opfert sich selbst, um einen fruchtbaren Frühling einzuleiten. In The Rite Thing wird das Ritual nach Warhol'scher Manier entzaubert, indem es das Verzaubernde auf unterschiedliche Weise mimetisch wiederholt. Basierend auf dem reproduzierten choreografischen Originalmaterial von Le Sacre du Printemps und der persönlichen Geschichte Nijinskys inszeniert Liquid Loft mit Tänzern des Balletts de Monte Carlo beeindruckende Ready Mades, die als Speicher vergangener choreografischer Intentionen im veränderten Kontext wiederentdeckt und in zeitgenössische Strukturen verwoben werden. Der Tanz als Imitation des Wandels, das Opfer als Instrument der Angleichung durch Vergeltung am Unschuldigen, das sind die archaischen Mittel mimetischer Praxis in dieser Inszenierung.

Photo 2 ©Chris Haring

 

24. Juli | 19:30 Uhr

 

ORF Radio Symphonieorchester Wien & Olga Neuwirth (AT) / Antony Rizzi (DE/USA) & Penny Arcade (USA)

„Abschluss Charity Event im Rahmen der AIDS Konferenz 2010“

Uraufführung

 

Eine „Hommage á Klaus Nomi“ arrangiert Olga Neuwirth für einen Countertenor und das ORF Radio-Symphonieorchester neu. Das exklusiv für diesen Anlass neu instrumentierte Werk ist eine Interpretation von fünf Liedern des in Bayern geborenen Künstlers Klaus Nomi, der 1983 einer der ersten Prominenten in New York war, der an AIDS gestorben ist.

Der zweite Teil wird von Antony Rizzi, der 20 Jahr lang als Solist bei William Forsythe tanzte und auch als Choreograf äußerst erfolgreich ist, sowie der New Yorker Performance-Ikone Penny Arcade gestaltet, die sich in ihren Arbeiten immer wieder mit dem Thema AIDS beschäftigte.

Photo 3 ©Antony Rizzi 

 

 

28. - 31. Juli | 19:30 Uhr

 

Rosas / Anne Teresa De Keersmaeker (BE)

„Creation 2010“

Österreichische Erstaufführung

 

Ein brandneues Stück der berühmten belgischen Choreografin Anne Teresa De Keersmaeker, die sich zuletzt in „The Song“ – zu sehen 2009 bei ImPulsTanz – mit der Musik der Beatles und in ihrer Kooperation mit Jérôme Bel „3Abschied“ mit Mahler beschäftigt hat. Jetzt unternimmt die Künstlerin eine große Zeitreise zurück an den Ausgang des Mittelalters, in die Jahre 1377 bis 1420, in denen eine Musik gepflegt wurde, die als „Ars Subtilior“ bezeichnet wird. Es ist eine Zeit des Umbruchs. Der Hundertjährige Krieg dauert seit 1340 an, die Pest überzieht Europa und in den Künsten zeichnet sich ein tiefgreifender Wandel ab. Die Polyphonien der Ars Subtilior sind mit ein Zeichen für das Bröckeln der Fundamente des Mittelalters. Für De Keersmaeker ist dieser Umbruch in Bezug auf die großen Verwirrungen und radikalen Veränderungen der Gegenwart von großer Relevanz. Auf Basis der komplexen, intellektuellen Form der mittelalterlichen, auf Kontraste und Dissonanzen bauenden Musik sucht die Künstlerin nach einem neuen Verhältnis zwischen Tanz und Musik.

Dauer: 60 Minuten

Photo 4 ©Herman Sorgeloos

 

Information & Karten: ImPulsTanz

www.impulstanz.com

Tel.: 01/523 55 58