...am Abend der Avantgarde


Premiere: 8. April 2016

 

Beginn: 20 Uhr
Dauer: ca. 2 Std (keine Pause)

Karten
:
1. Kat (1.-6. R.): 32 € / ermäßigt* 27 €
2. Kat (7.-12. R.): 25 € / ermäßigt* 20 €
   
* SchülerInnen, Präsenz-/Zivildiener,
Studierende (bis 27 Jahre), Lehrlinge, SeniorInnen, IGFT-Mitglieder,
Gruppen ab 8 Personen 

Ö1-Clubmitglieder erhalten 10% Ermäßigung auf den Normalpreis    

Reservierung:
Odeon, Tel.: 01 / 216 51 27
karten(at)odeon.at
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… am Abend der Avantgarde
Nach „Enuma elisch“ von Anna Achmatowa in der Übertragung von Alexander Nitzberg


Die neue Produktion […] ist ein berückendes Kryptogramm geworden, eine Reise ins Herz der russischen Moderne. […] Applaus ohne Ende.
(Der Standard, 10.4.2016)

Der Abend lebt von großartiger, in fantastische Bilder gekleideter Poesie, die lange nachwirkt im Kopf. Es ist ein Nachtstück geworden, ganz nah am Wahn, mit stolzen Frauen, deren Isolation ins Herz trifft. (Die Presse, 10.4.2016)

Alles atmet hier die Piplits‘  Arbeiten eigene Magie der Verwandlung. Perfekt die Szenenwechsel […]; subtil Annas Schicksalsmomente, von bohrender Analytik ihre chaotischen Liebesbeziehungen […]. Großartig intensiv, ja packend das Serapions Ensemble. (Kronen Zeitung, 10.4.2016)



Das Serapions Ensemble wendet sich mit seiner neuen Arbeit nach längerer Zeit wieder dem Sprechtheater zu und zeigt das weitgehend unbekannte letzte Meisterwerk der berühmten russischen Dichterin Anna Achmatowa (1889–1966): "Enuma elisch" kann als Reflexion auf die politisch restriktive Zeit verstanden werden, in der sie lebte. Unter der stalinistischen Herrschaft wurde sie mit einem Publikationsverbot belegt, ihr erster Ehemann wurde als Konterrevolutionär erschossen, ihr Sohn war jahrelang in Haft, zahlreiche ihrer Freunde kamen ums Leben.


Die einzelnen Szenen von „Enuma elisch“, die keiner festgelegten Reihung folgen, schwanken zwischen Traumsituation und Satire. Achmatowa selbst sorgte für eine Mystifizierung des Werks: Angeblich verbrannte sie 1944 die erste Version des Textes, nahm aber immer wieder darauf Bezug. In den 1960er Jahren bis zu ihrem Tod „rekonstruierte“ und erweiterte sie ihn, wobei seine Vernichtung auch zur zentralen Metapher wurde.

Der fragmentarische Charakter von „Enuma elisch“ und seine Komplexität trugen vermutlich dazu bei, dass es bis heute noch nie aufgeführt wurde. Das Serapions Ensemble setzt es nun mithilfe seiner charakteristischen, poetisch-visuellen Ausdrucksmittel erstmals in Szene.


Eine Inszenierung des Serapions Ensembles unter der Leitung von Erwin Piplits und Mario Mattiazzo

Mit:
Sascha Becker, Carlos Delgado Betancourt, Julio Cesar Manfugás Foster, Marcelo Cardoso Gama, José Antonio Rey García, Ana Grigalashvili, Mercedes Miriam Vargas Iríbar, Miriam Mercedes Vargas Iríbar, Zsuzsanna Enikö Iszlay, Mario Mattiazzo, Erwin Piplits, Ivana Rauchmann, Gerwich Rozmyslowski, Sandra Rato da Trindade, Valentin Schreyer, Ariel Uziga, Lina Maria Venegas

Weitere Mitwirkende: Hamid Ahmadi, Valentin Jahn, Mirjam Salzer

Bühne: Erwin Piplits, Mirjam Salzer
Malerei und Videoprojektion: Max Kaufmann, Mirjam Salzer
Videoschnitt: gratis g. strumpf
Musik: Marcelo Cardoso Gama, Julio Cesar Manfugas Foster, Thomas Mandel, Valentin Schreyer
Musikalische Einstudierung: Marcelo Cardoso Gama, Julio Cesar Manfugas Foster
Musikmontagen: Erwin Piplits, unter Verwendung von Musik von Johann Sebastian Bach, Sofia Gubaidulina, Goran Bregovic, Mohammad Reza Mortazavi, Ensemble Shanbehzadeh u.a.
Toneffekte: Flo Panhölzl
Ton und Mastering: Urdyl Bauer
Tanzgestaltung: Ana Grigalashvili, José Antonio Rey García und Ensemble
Lichtgestaltung: Krisha Piplits
Licht: Michael Illich
Bühnentechnik: Hamid Ahmadi, Michael Illich, Valentin Jahn, Radivoje Ostojic
Kostüme: aus den Beständen von Ulrike Kaufmann
Gewandmeisterin: Kaja Leierer
Kostümassistenz: Bettina Hornung, Ruth Erharter
Hausbetreuung: Antonio Konte
Organisation: Teresa Haider, Erwin Piplits, Pia Hölzl, Alex Habicher