Filmvorstellungen
27.-31. Dezember 2022
7.-17. Jänner 2023

 

ONLINE TICKETS

Vorstellungen alle 1,5 Stunden
Filmdauer ca. 70 Minuten

27. – 30. Dezember 2022 | 15:30 – 23:00
31. Dezember 2022 | 15:30 – 20:00
7. – 17. Jänner 2023 | 15:30 – 23:00

Kartenpreise:
17 € | 15 € *
U27: 12 €

* Ermäßigung: SeniorInnen, Standard-AbonnentInnen und Ö1 Club/ Ö1 intro Mitglieder.
Kulturpass: Tageskontingent von 3.

Reservierung:
Online oder karten@odeon.at

 

Das MILIEU KINO ist ein Projekt von Max Kaufmann an dem er in den letzten zehn Jahren parallel zum Betrieb im Odeon Theater gearbeitet hat. Heuer wurde es fertig gestellt. Das Kino befindet sich in einem eigens dafür umgebauten LKW. Mit nur einem Handgriff wird die Rückseite des LKW Ladekoffers zu einem Foyer mit Kassa und Bar. Mit der Neon- Leuchtschrift und den Plakatvitrinen an der Außenseite und 15 gepolsterten Klappsesseln im Inneren fehlt es dem Kino an nichts, was man von traditionellen Kinos kennt. Spontan aufstellbar und unübersehbar schafft es Aufmerksamkeit und wird damit zum Treffpunkt für ein vielschichtiges Publikum. Der LKW wird an diversen Orten stehen, an denen unterschiedliche Filmprojekte gezeigt werden. Die erste Station des Kinos ist der Wiener Praterstern. Hier wird ab 27.12.2022 der Film SINE META DROM von Max Kaufmann gezeigt.
Das MILIEU KINO schließt an die urbanen Spielstätten des Serapions Theaters, wie den Wienfluss,
die Brigittenauer Remise, das Donauufer oder die Lindenallee im Augarten an. Der exakte Standort
des MILIEU KINOS am Praterstern wird noch online bekannt gegeben. Das MILIEU KINO soll als Plattform für Künstler*innen etabliert werden.

 

Das Milieu Kino parkt am Praterstern. Der genaue standort wird noch bekannt gegeben!

SineMetaDrom ein Film von Max Kaufmann
Produktion: Theaterverein Odeon + Serapions Theater
Spieltermine: 27.-31.12.2022 und 7.-17.01.2023

SINE META DROM ist der erste Film einer Produktionsserie, die von der Idee motiviert ist auf Orte und Begebenheiten in Wien Bezug
zu nehmen und sie an ebendiesen Orten aufzuführen. Festgehalten auf analogem Filmmaterial greift Max Kaufmann in seinem Film
SINE META DROM das Milieu am Praterstern auf und inszeniert es mit dem Serapions Ensemble im Sinne einer cineastischen Revue.

Die Idee zum Film hatte er bereits 2013 während der ersten Bauphase des MILIEU KINOS, die auf einem Gelände im Prater stattfand.
Die erste Produktion für das Milieu Kino sollte ein Film für genau diesen Ort in Wien werden. Dadurch nimmt er auch Bezug auf die ersten
Kinos von Wien die sich Anfang des 20. Jahrhunderts im Prater etablierten.

Der Titel SINE META DROM nimmt Bezug auf das Angebot von Vergnügungsstätten wie dem Autodrom und lädt das Publikum ins
SINE META DROM, also frei übersetzt, den ziellosen Weg, ein. (SINE META = lat. für: ohne Ziel, DROM = griechisch für: der Weg).

Am Praterstern treffen die kontrollierte Angst und das Adrenalin der Menschen in den Hochschaubahnen des Wurstpraters, sowie die medial aufgebauschte Angst vorm Milieu am Praterstern direkt aufeinander. Genau diesen Widerspruch verwendet das Serapions Theater als Impuls für seinen Film indem es die beiden Orte zusammenführt, jetzt wird der Alltag zur Attraktion: Die Bahnhofshallen des Pratersterns werden zur Achterbahnfahrt und seine Schaufenster zum Spiegelkabinett.

Auf seine unverkennbare Art inszeniert das Serapions Ensemble in SINE META DROM das Geschehen am Praterstern. Im Zentrum stehen genau jene Menschen, die diesen Ort täglich kreuzen, ihre inneren Zustände und ihr Verhalten. In überspitzten Settings werden sie liebevoll und auf poetische Weise in Szene gesetzt: sie werden zur Sensation. In einer Mischung aus Realfilm und Stop-Motion-Animation entsteht eine poetische Revue der Unzulänglichkeiten, die mit den Mitteln des Serapions Theaters erarbeitet wurde.

Die Dreharbeiten dazu fanden von April bis November 2022 statt. Für die Szenen des Realfilmes drehte das Filmteam rund um Max Kaufmann zusammen mit dem Serapions Ensemble, zahlreichen Darsteller*innen und Statist*innen direkt am Praterstern und im eigens eingerichteten Filmstudio im Odeon Theater Wien.

Für die Stop-Motion-Animation wurde ein außergewöhnliches Modell des Wiener Pratersterns im Maßstab 1:7 detailgetreu in den Werkstätten des Odeons nachgebaut. Es ist bis dato das einzige Modell dieser Art. Alle Gebäude und öffentlichen Gebrauchsgegenstände am Praterstern, alle Straßenbahn- und Busstationen, alle Leuchtreklamen und alle Pflanzen wurden hierfür nach eingehenden Bestandsaufnahmen detailverliebt nachgebaut und an diverse Umbauten am Stern angepasst. Hiermit schließt sich ein alter und ein neuer Stern zusammen. Einzelne Darsteller*innen und Statist*innen wurden ebenfalls als Puppen für die Animation nachgebildet. Dieses Ausmaß einer Stop-Motion Animation ist in Österreich bis jetzt ebenfalls einzigartig.

Das gesamte Modell misst etwa 5 x 15 Meter. Nach Beginn der Planung im Herbst 2021 arbeitete die Künstlerin Eva Grün mit tatkräftiger Unterstützung von alten und neuen Mitwirkenden und in unterschiedlich großer Besetzung daran. Es ist zerlegbar, tragbar, stapelbar und passt durch gängige Türnormen um den Transport zu erleichtern. Nächstes Jahr wird das Modell des Wiener Praterstern im Spitzer, dem Kulturraum unterhalb des Odeon Theaters, ausgestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.